Laufen – Wie alles begann! Teil1

Von der Qual zur Passion – Das ist wohl der treffendste Satz für meine Geschichte zum Laufen!

Meine Laufgeschichte begann vor circa 10 Jahren, als ich wieder einmal faul und unmotiviert zuhause auf dem Sofa lag und meine Eltern und Schwester zu ihrer wöchentlichen Jogging Runde aufgebrochen sind. „Jetzt komm doch mal mit!“, „Ein bisschen Bewegung schadet auch dir nicht!“ und ähnliche Sätze sind dabei jedes Wochenende aufs Neue gefallen. Aber selbst das hat nichts geholfen, ich konnte mich einfach nicht motivieren. Der Sportunterricht war für mich ein Graus, Laufen gar nicht mein Ding und generell war ich kein großer Freund von Bewegung! Am liebsten hätte ich mich auch damals noch im Kinderwagen oder Buggy rumschieben lassen. Das war eine gute Zeit früher! 😀

Doch irgendwann ist die Pubertät zu Ende und der „Babyspeck“ noch da

Nach jahrelangem Nichtstun (ich war früher damit gesegnet auch ohne Bewegung drei Teller Pasta essen zu können und richtig schön schlank zu bleiben) kam dann zum Ende der Pubertät auf einmal die Wende. Ich konnte plötzlich nicht mehr große Mengen essen, ohne die Auswirkungen live mitzuerleben. 😀 Gemein, dass das jahrelang so gut geklappt hat. Irgendwann hört leider jeder mal auf zu wachsen. Deswegen musste irgendwas unternommen werden, damit ich mich wieder wohl in meiner Haut fühle. Dazu muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich nie dick war. Ich war  einfach ein bisschen moppelig aber immer noch davon entfernt übergewichtig zu sein. Neben diversen Diäten, die ich damals leider angefangen hab zu machen, hat sich langsam der Gedanke herauskristallisiert, dass ich vielleicht doch dem Sport eine Chance geben muss.

Und nun? Muss ich jetzt wirklich anfangen Sport zu machen?

Nachdem ich meine Eltern und meine Schwester, die immer fleißig waren, jahrelang aus der Komfortzone vom Sofa beobachten durfte, wie sie sich abrackerten, habe ich mich dann an einem Nachmittag mal dazu entschlossen, sie zu begleiten. Nach ein paar Metern dachte ich, dass ich jetzt sofort sterben werde. Ich habe mich mit ihnen, abwechselnd gehend und laufend, wieder nach circa 3km nach Hause geschleppt und mir geschworen, dass ich das nie wieder mache! Irgendwie hab ich mich trotzdem besser und glücklicher danach gefühlt, als davor. Deswegen stand dann das nächste Wochenende drauf wieder ein kleines Ründchen an und so ging das dann die nächsten Wochen weiter. Ich habe versucht meine Gehstrecken zu verringern und meine Laufstrecken langsam zu verlängern. Laufen ist ein unglaublich dankbarer Sport und ihr könnt dabei zusehen, wie schnell ihr euch verbessert. Das Laufen entwickelte sich langsam zu meinem Ausgleich und hat mir immer mehr Spaß gemacht. Die Distanzen wurden länger, ich wurde schneller und die Kondition verbesserte sich von Lauf zu Lauf. Ich bin dann jahrelang gemütlich in der Gegend herumgelaufen und hab mich super gut dabei gefühlt. Von einem Lauf pro Woche habe ich mich bis zu diesem Zeitpunkt auf 4-5 Läufe mit je 5 bis 8km gesteigert. Irgendwann, nachdem ich dann 2013/2014 in Costa Rica bei diversen Läufen teilgenommen hab und es mir richtig Spaß gemacht hat, hatte ich dann den großen Wunsch einen Halbmarathon zu laufen.

Halbmarathon? Du? Laufend?? Du bist doch so unsportlich!

Das waren ein paar der Kommentare, die ich von „Freunden“ erhalten habe, nachdem ich, zurück in Deutschland, beschlossen hab das Projekt Halbmarathon zu starten. Ich habe auf diversen Internetseiten gelesen, dass man sich darauf ordentlich vorbereiten muss und dann gings auch schon los. Im März habe ich dann angefangen meine Distanzen von Woche zu Woche zu steigern. Einmal pro Woche stand ein Longrun an. Mit der Vorbereitung habe ich es sehr genau genommen und bin auch schon mehrmals davor die komplette Strecke und sogar noch etwas weiter gelaufen. Mit Intervalllaufen hatte ich es damals noch nicht so, das war einfach nicht mein Ding. Da kam mein faules Ich wieder durch, diese Läufe waren mir einfach zu anstrengend! 😀
Ich wollte diesen Halbmarathon aber einfach unbedingt schaffen, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt leider wieder richtige Gewichtsprobleme hatte. Zu diesem Zeitpunkt war der sportliche Ehrgeiz in mir schon geweckt. Und dann stand der große Tag an: der 29.07.2014!

Es hat geschüttet wie aus Eimern und den ganzen Tag war keine Besserung in Sicht. Weil ich damals noch am Ammersee gewohnt habe, hat mich an diesem Morgen meine Mama nach München gefahren. Ob ich das bei diesen Bedingungen wirklich schaffen kann, wusste ich selbst nicht so genau. An den Start gehen wollte ich trotzdem unbedingt,…

Fortsetzung folgt.

 

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